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Vorhersagegüte

Neuschneevorhersage


Spezielle Anstrengungen wurden in die Validierung der MetGIS Neuschneevorhersagen gesteckt. Allerdings ist dies keine leichte Aufgabe, da die Messung von frisch gefallenem Schnee äußerst fehlerbehaftet ist, speziell bei Schneefall in Kombination mit starkem Wind.

Messungen von automatischen Wetterstationen weisen im Normalfall beträchtliche Fehler und Inkonsistenzen auf, und es ist oft schwierig zu beurteilen, ob eine Abweichung zwischen Vorhersage und Beobachtung auf Messfehler oder auf ungenaue Prognosen zurückzuführen ist. Daher werden in der folgenden Tabelle Verifikationsergebnisse präsentiert, welche auf Daten beruhen, die von Wetterbeobachtungspersonal in einer chilenischen Tagbaumine in stündlichen Intervallen manuell gemessen wurden. Die Tabelle liefert Information über gemessenen und vorhergesagten Neuschnee an der Station Los Pelambres (3185 m) für die wichtigsten Schneestürme der Wintersaison 2009. Die Ergebnisse demonstrieren, dass MetGIS ein exzellentes Werkzeug für präzise Neuschneevorhersagen ist.

Schneefall an der Station
Los Pelambres
gemessene
Neuschneemenge [cm]
vorhergesagte
Neuschneemenge [cm]
von (Startzeit) bis (Endzeit)
2009-05-29 09:00 2009-05-30 00:00 9 6
2009-06-28 04:30 2009-06-30 03:00 103 87
2009-07-14 11:00 2009-07-15 07:00 12 21
2009-07-21 07:00 2009-07-22 13:00 55 53
2009-07-31 23:00 2009-08-01 04:00 4 1
2009-08-15 03:00 2009-08-16 04:00 51 89
2009-08-17 19:00 2009-08-19 11:00 44 92
2009-09-06 10:00 2009-09-06 23:30 4 3
2009-09-07 03:30 2009-09-07 12:00 6 5
Gemessener und vorhergesagter Neuschnee für die Station Los Pelambres (3185 m) in den chilenischen Anden. Die in der Tabelle verwendeten Zeitangaben beziehen sich auf Lokalzeit.


Bezüglich der Schneefallgrenze (die Seehöhe bei der sich fester in flüssigen Niederschlag verwandelt) zeigte eine Studie, welche sich auf das Auftreten von Schneefall an alpinen Stationen konzentrierte, dass die Vorhersagen von MetGIS sehr genau sind. Allerdings tendiert die Prognose dazu, die Höhe der Schneefallgrenze in inneralpinen Tälern beim Auftreten von sehr starken Niederschlägen in manchen Fällen zu überschätzen. Eine Verbesserung der Software, welche dieses Problem in den Griff zu bekommen versucht, ist gerade in Entwicklung.